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Décision de la Commission des avocats du canton d'Argovie

Décision de la Commission des avocats du canton d'Argovie dans l'affaire "Inscription au registre lorsque les avocats sont employés par une SA".

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Entscheid der Anwaltsaufsichtsbehörde des Kantons Bern AA 13 102 vom 19. Februar 2014

Art. 13 BGFA; Berufsgeheimnis; von Amtes wegen eröffneten Disziplinarsache; Notwendigkeit und Modalitäten der Entbindung vom Berufsgeheimnis bei Arrestverfahren; Honorarinkasso.

Sachverhalt: Ein Anwalt hatte zwecks Honorarinkassos in einem Arrestgesuch Sachverhalte offengelegt, die dem Berufsgeheimnis unterstehen; im Zeitpunkt des Arrestgesuches bestand noch keine Entbindung vom Berufsgeheimnis.

Erwägungen: Ein Arrestgesuch ist keine Inkassomassnahme (für die gegebenenfalls keine Entbindung vom Berufsgeheimnis verlangt werden muss). Eine Befreiung vom Berufsgeheimnis wirkt grundsätzlich nicht rückwirkend. Davon wird eine Ausnahme gemacht, wenn die rechtzeitige Entbindung infolge Dringlichkeit nicht möglich oder aus einem zwingenden andern Grund nicht tunlich ist; Letzteres trifft typischerweise auf die Arrestnahme zu. Die Aufsichtsbehörde des Kantons Bern hat deshalb in ständiger Praxis entschieden, dass die Entbindung vom Berufsgeheimnis im Falle der bereits erfolgten Arrestgesuchseinreichung mit Rückwirkung zu erteilen ist (Analoges gilt auch für superprovisorische Massnahmen). Allerdings hat der Anwalt umgehend nach erfolgter Arrestlegung resp. Anordnung einer superprovisorischen Massnahme ein Gesuch um Befreiung vom Berufsgeheimnis einzureichen. 

Entscheid der Aufsichtsbehörde des Kantons Bern AA 12 27 vom 17. August 2012

Zuständigkeit der Aufsichtsbehörde nach Löschung des Registereintrags.

Die Disziplinarkompetenz der Aufsichtsbehörde erlischt gegenüber einem Anwalt, der auf seine Registrierung verzichtet hat. Nachdem die sachliche Zuständigkeit der Anwaltsaufsichtsbehörde infolge Löschung von Fürsprecher B aus dem Anwaltsregister nicht mehr gegeben ist, ist das Verfahren infolge Wegfalls dieser Prozessvoraussetzung abzuschreiben (Erw. 5).

Sachverhalt: Nach erfolgtem Antrag auf Eröffnung eines Disziplinarverfahrens, aber vor Eröffnung des Verfahrens liess sich der betroffene Anwalt aus dem Anwaltsregister löschen. Die Aufsichtsbehörde schrieb das Verfahren wegen Gegenstandslosigkeit ab.

Erwägungen: Eine Disziplinarmassnahme kann nach Auffassung der Aufsichtsbehörde nur verfügt werden, wenn der Anwalt oder die Anwältin (noch) im kantonalen Register eingetragen und damit der Aufsichtsbehörde unterstellt ist. Mit der (rechtzeitigen) Löschung könne die  betroffene Person der disziplinarischen Verfolgung entgehen. Bemerkungen: Vom Grundsatz her dürfte dieser Entscheid falsch sein: hat ein Anwalt während der Zeit seiner Registrierung im Anwaltsregister seine Berufspflichten verletzt, so kann er auch dann diszipliniert werden, wenn das Disziplinarverfahren erst nach der Löschung aus dem Register erfolgt (vgl. POLEDNA, in: Fehlmann/Zindel (Hrsg.), Kommentar zum Anwaltsgesetz, 2.  Aufl., Zürich 2011, N. 6 zu Art. 17 BGFA). Die Aufsichtsbehörde hat nach erfolgter Löschung jedoch das Verhältnismässigkeitsprinzip zu beachten und zu beurteilen, ob die in Aussicht genommenen Massnahmen die Aufsichtsziele erreichen. Vorliegend erfolgte die Löschung wegen Aufgabe des Anwaltsberufs, weshalb die Abschreibung des Verfahrens vertretbar ist. 

Amissibilité des SA d'avocats

Décision préalable du 27 février 2007 de la Chambre des avocats du canton de Berne

Par décision préalable du 27 février 2007, la Chambre des avocats du canton de Berne a elle aussi confirmé que les avocats exerçant leurs activités au sein de sociétés anonymes bernoises pouvaient être inscrits au registre des avocats bernois, à condition toutefois de remplir les conditions qui avaient été dictées par la Commission de surveillance zurichoise (décision du 5 octobre 2007).

Les membres FSA trouveront la teneur exacte de cette décision préalable bernoise sous www.swisslawyers.com dans le secteur "Membres".

Zulässigkeit einer Anwalts-GmbH

Auskunft der Anwaltsaufsichtskommission Basel-Landschaft vom 30. August 2005

Bemerkungen des SAV

Der SAV kennt die genauen Umstände nicht, welche zur vorliegenden Auskunft der Aufsichtsbehörde geführt hat. Sie scheint allein gestützt auf Vorlage von Statuten einer Anwalts-GmbH ergangen zu sein, ohne dass der Auskunftersuchende auch eine eingehende Begründung, einen Gesellschafterbindungsvertrag und ein Organisartionsreglement vorlegte. Auch wenn die abschlägige Auskunft der kantonalen Aufsichtskommission Baselland in diesem spezifischen Einzelfall richtig gewesen sein mag, wurden darin (und offensichtlich auch in der Anfrage) zentrale Fragen gar nicht angesprochen, wie beispielsweise die Folgenden: (i) Auch den Anwältinnen und Anwälten steht Organisationsfreiheit zu (jede Einschränkung der Wirtschaftsfreiheit gemäss Art. 27 BV bedarf gemäss Art. 36 BV einer gesetzlichen Grundlage, muss sich durch ein öffentliches Interesse rechtfertigen lassen und hat verhältnissmässig zu sein. (ii) Auch die Unabhängigkeit der bei einer Anwaltsköperschaft angestellten Anwältinnen und Anwälte kann durch geeignete gesellschaftsrechtliche Vorkehren (so im Aktionärbindungsvertrag, im Organisationsreglement und in den Statuten), welche sicherstellen, dass die Anwaltskörperschaft dauernd durch registrierte Anwältinnen und Anwälte beherrscht wird, gewährleistet werden. (iii) Schweizer Anwältinnen und Anwälte haben Anspruch auf Gleichbehandlung mit denjenigen ausländischen Berufskollegen, die nach dem BGFA Freizügigkeit geniessen und sich, wie in der Mehrzahl der EU- und EFTA-Staaten (beispielsweise Deutschland, England, Frankreich) in Anwaltskörperschaften organisieren dürfen. Insofern kann der vorliegenden Auskunft keine grundsätzliche Bedeutung zukommen.

Aus Sicht des SAV ist es wünschenswert und wichtig, dass sich auch schweizerische Anwaltskanzleien als Anwaltskörperschaften organisieren können. Der SAV-Vorstand ist der Ansicht, es sei möglich, Anwaltskörperschaften so zu organisieren, dass den Vorschriften des BGFA, insbesondere denjenigen über die Unabhängigkeit der Berufsausübung, Genüge getan wird. Wie genau, klärt der SAV derzeit aufgrund eines Positionspapiers mit für Mitglieder direkt verwendbaren Unterlagen (Statuten der Anwalts-AG, Organisationsreglement, Aktionärbindungsvertrag) ganzheitlich ab. Das entworfene Gesamtpaket wird derzeit gemeinsam mit zuständigen Behören und kantonalen Anwaltsverbänden geprüft. Der SAV wird seine Mitglieder und die Öffentlichkeit sobald als möglich orientieren.

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Les règles professionnelles et les activités atypiques de l’avocat inscrit au barreau et la jurisprudence de la Commission du barreau 2010 - 2014

Arrêt de la Chambre administrative de la Cour de justice de Genève ATA/288/2014 du 29 avril 2014: devoir de diligence de l’avocat; devoir d’information du client sur les coûts de l’intervention de l’avocat; assistance juridique Faits: l’avocat a été nommé d’office et mis au bénéfice de l’assistance juridique pour assister sa cliente dans le cadre d’une procédure du droit de la famille. L’avocat, dans une procédure parallèle, procède à un recouvrement pour le compte de sa cliente. Il omet de requérir l’assistance juridique pour cette deuxième procédure qui, n’étant pas couverte, fait l’objet d’une note d’honoraires de l’avocat. Celle-ci est payée par compensation avec le montant recouvré. Considérants: l’article 12 let. a LLCA prévoit que l’avocat exerce sa profession avec soin et diligence. L’article 12 let.  i LLCA prévoit que le client doit être orienté sur les coûts de l’intervention de l’avocat, tant sur ses honoraires prévisibles que sur les frais de procédure. L’article 17 du code suisse de déontologie prescrit en outre que l’avocat fait en sorte que le justiciable dans le besoin puisse bénéficier de l’assistance judiciaire. Il en informe son client. En l’espèce, l’avocat connaissait la situation financière difficile de son client pour avoir effectué des démarches auprès de l’assistance juridique au préalable. En procédant à une compensation de sa créance en honoraires avec le montant de pension alimentaire recouvré, sans en informer sa cliente, l’avocat a manqué à son devoir d’information. Il ne pouvait ignorer la situation financière délicate de sa cliente. En n’incitant pas son client à solliciter l’assistance juridique pour la procédure de recouvrement, l’avocat a violé l’article  12 let.  a LLCA. Il a fait de même en compensant d’emblée, et sans en avertir préalablement sa cliente, ses honoraires avec le montant reçu dans le cadre de la procédure de recouvrement.

Arrêt de la Chambre administrative de la Cour de justice de Genève ATA/132/2014 du 4 mars 2014: lettre envoyée par un détenu à son avocat et destinée à des tiers; envoi de ce courrier par l’avocat aux tiers destinataires; violation du devoir de diligence de l’avocat; si la tâche première de l’avocat est assuré- ment la défense des intérêts de son client, son rôle s’avère également important pour le bon fonctionnement des institutions; le fait de devoir observer certaines règles à l’égard des autorités est nécessaire à une bonne administration de la justice et présente un intérêt public; le courrier expédié et reçu par les détenus est contrôlé par l’autorité dont ils dépendent, sauf le courrier destiné à son avocat; le courrier envoyé par un détenu à un tiers doit être soumis à l’autorité dont dépend le détenu.

Arrêt de la Chambre administrative de la Cour de Justice de Genève ATA/375/2013 du 18 juin 2013: interdiction de postuler. La LLCA ne désignant pas l’autorité compétente habilitée à empêcher de plaider l’avocat confronté à un conflit d’intérêts, les cantons sont compétents pour la désigner. Ainsi, l’injonction consistant en l’interdiction de représenter une personne dans une procédure peut être prononcée, selon les cantons, par l’autorité de surveillance des avocats ou par l’autorité judiciaire saisie de la cause. Le législateur genevois a confié les compé- tences dévolues à l’autorité de surveillance par la loi sur les avocats à la Commission du barreau (art. 14 LPAv genevoise).

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Entscheid der Aufsichtsbehörde über die Anwältinnen und Anwälte des Kantons Luzern AR 13 30 vom 21. Oktober 2013

Art. 12 lit. a und i BGFA. Mehrfache Pflichtverletzung durch einen Anwalt, der zunächst zwei Brüder in einer sie beide betreffenden Sache vertritt, und, nachdem sich die beiden nicht über das weitere Vorgehen einigen können, weitere Aufträge des einen Bruders ausführt, die entsprechenden Arbeiten den Gebrüdern in Rechnung stellt, und nicht auf Schreiben des anderen Bruders reagiert, in welchem dieser Auskunft und Rechenschaft über diese Art der Rechnungsstellung fordert.

Entscheid der Aufsichtsbehörde über die Anwältinnen und Anwälte des Kantons Luzern AR 12 67 vom 7. Oktober 2013

Anwaltshonorar; eine konkrete Abrechnung ist auch dann erforderlich, wenn Verrechnung der gegenseitig erbrachten Leistungen (Anwaltsdienstleistungen/ Gartenarbeiten) vereinbart ist.

Entscheid der Aufsichtsbehörde über die Anwältinnen und Anwälte des Kantons Luzern AR 13 22 vom 11. September 2013

Die Aufsichtsbehörde über die Anwältinnen und Anwälte ist nicht befugt, einer Klientin Auskunft über die Berufshaftpflichtversicherung ihres Anwalts zu erteilen.

Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern, I. Kammer, vom 8. Juli 2009 betreffend Art. 12 lit. c und 17 BGFA

Der Anwalt/Notar hat sich jeder Tätigkeit zu enthalten, wenn ein von ihm beurkundetes Testament in irgendeiner noch so entfernten Weise zum Gegenstand eines Streits wird.

Entscheid der Luzerner Aufsichtsbehörde über die Anwältinnen und Anwälte vom 18. September 2006

Art. 13 BGFA. 
Das Anwaltsgeheimnis besteht auch gegenüber der Standeskommission des Luzerner Anwaltsverbandes.
Ein Anwalt ersuchte um Befreiung vom Anwaltsgeheimnis gegenüber der Standeskommission des Luzerner Anwaltsverbandes. Diesem Gesuch wurde entsprochen.

Urteil des Obergerichts des Kantons Luzern, I. Kammer, vom 10. August 2006

Art. 12 lit. a BGFA. 
Ein unnötig forsches und unangebracht hartes Vorgehen entspricht regelmässig nicht dem Gebot der sorgfältigen und gewissenhaften Berufsausübung eines Rechtsanwalts.
Die Beschwerdeführerin, eine Rechtsanwältin, bezeichnete die Gegenpartei in einem E-Mail u. a. als "Dummkopf" sowie "Dreikäsehoch von einem Niveau eines KZ-Häftlings, unterste Stufe". Die Aufsichtsbehörde über die Anwältinnen und Anwälte disziplinierte die Beschwerdeführerin auf Anzeige hin wegen Verletzung von Berufs- und Standesregeln mit einem Verweis nach Art. 17 Abs. 1 lit. b BGFA. Das Obergericht wies die dagegen erhobene Verwaltungsgerichtsbeschwerde ab.

Entscheid der Luzerner Aufsichtsbehörde über die Anwältinnen und Anwälte vom 20. April 2006

Art. 13 BGFA. 
Das Anwaltsgeheimnis besteht nur gegenüber der eigenen Klientschaft. Es erstreckt sich nicht auf die Gegenpartei oder Drittpersonen.
Ein Anwalt ersuchte um Befreiung vom Anwaltsgeheimnis gegenüber der Gegenpartei und gegenüber Dritten. Die Aufsichtsbehörde über Anwältinnen und Anwälte trat auf dieses Begehren nicht ein.

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Décision du 2 septembre 2008 de la Chambre des avocats du canton de Obwald

Procédure disciplinaire (violation du code de déontologie / interdiction d'une double représentation / conflit d'intérêts, art. 12 lit. a, b et c LLCA) (qu'en allemand).

Verletzung des Doppelvertretungsverbotes gemäss Art. 12 lit. c BGFA

Entscheid der Anwaltskommission des Kantons Obwalden vom 21. Dezember 2006
Revue de l'Avocat 4/2007, p. 172 - 175

Der Rechtsanwalt A. hat die Berufspflicht gemäss Art. 12 lit. c BGFA verletzt. Er hat das Doppelvertretungsverbot verletzt, indem er nach Rückweisung der Scheidungsvereinbarungen in den Scheidungsfällen Z 03/058 und Z 04/042 durch den Kantonsgerichtspräsidenten weiterhin beide Parteien vertreten hat.

Admissibilité des SA d’avocats

Décision de la Commission du Barreau du canton d’Obwald du 29 mai 2006

Remarques de la FSA

Pour la FSA, il est souhaitable que les Etudes d’avocats suisses puissent elles aussi s’organiser en sociétés commerciales. A ce titre, la FSA poursuit deux objectifs : d’une part, poser les principes qui permettent de garantir la compatibilité de la structure juridique des sociétés commerciales avec les dispositions déterminantes de la LLCA ; d’autre part, coordonner au niveau national les efforts tendant à valider ces sociétés pour l’exercice de notre profession.

Il convient de relever que la Commission du Barreau du canton d’Obwald a, dans sa décision du 29 mai 2006, suivi en grande partie les recommandations de la FSA. Il s’agit du premier cas suisse où trois avocats ont pu donner à leur Etude la forme de la société anonyme, et où la Commission du Barreau a confirmé l’inscription des avocats concernés au registre cantonal. La décision précise que la condition de l’indépendance est remplie à partir du moment où ces avocats contrôlent eux-mêmes leur SA.

La prochaine étape est la décision attendue du côté de l’autorité de surveillance du canton de Zurich. Celle-ci devrait statuer durant le mois d’octobre 2006.

Durant l’automne 2006, lorsqu’elle aura pris connaissance de la décision zurichoise, la FSA mettra à disposition de tous les membres intéressés des modèles pour la création d’une société commerciale d’avocats. Ces documents pourront être téléchargés dans le domaine « Membres » du site www.swisslawyers.com sous la rubrique « Activités de la fédération/projets/sociétés commerciales d’avocats » en temps utile.

Prise de position de la Chambre des Avocats du canton de St Gall

Dans une prise de position informelle, datée du 13 mai 2008, adressée à l’Ordre des avocats de Saint-Gall, la Chambre des avocats (autorité de surveillance) de ce canton a qualifié de contraire à la LLCA l'exercice de la profession d'avocat au sein d'une étude organisée en la forme d’une société commerciale. Dans un jugement du 11 mars 2008, le Tribunal administratif du canton de Genève a, quant à lui, considéré que la loi cantonale genevoise, qui interdisait explicitement les sociétés anonymes d’avocats, violait le droit fédéral, dès lors qu’une telle interdiction était contraire non seulement à la liberté économique (art. 27 Cst.), mais également à la LLCA (cf. www.bgfa.ch). D’autres autorités de surveillance ont également admis les sociétés anonymes d’avocats. La Commission de surveillance du canton de Zurich, en particulier, a rendu une décision détaillée dans un jugement de principe daté du 5 octobre 2006 (cf. www.bgfa.ch). La Chambre des avocats de St-Gall prend ainsi clairement le contre-pied de décisions, solidement motivées, rendues par d’autres autorités compétentes.

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Arrêt du Tribunal cantonal valaisan C2 13 50 du 6 février 2014

La confidentialité des échanges entre avocats portant expressément la mention «confidentielle» doit être interprétée dans un sens absolu et appliquée avec rigueur. L’article 26 CSD exclut expressément la production, en procédure, de tels documents. Il prime l’article 15 des us et coutumes du barreau valaisan qui prévoit que la correspondance échangée entre avocats peut être déposée en procédure si les intérêts du mandant l’exigent impérieusement.

Entscheid des Präsidenten über die Aufsichtskommission über die Rechtsanwälte des Kantons Zug vom 2. April 2013

Befürchtet ein Anwalt, dass nach Mandatsentzug seinem ehemaligen Mandanten infolge von Rückzügen von Klagen und Rechtsmitteln der Vermögenszerfall drohe, kann er nicht von der Aufsichtsbehörde vom Anwaltsgeheimnis entbunden werden, um bei der KESB Erwachsenenschutzmassnahmen gegen seinen ehemaligen Klienten zu beantragen (in: GVP 2013, S. 214).

Entscheid der Aufsichtskommission über die Anwältinnen und Anwälte des Kantons Zürich vom 3. April 2014

Kontakte mit Zeugen und Gegenpartei; eine Kontaktaufnahme mit möglichen Zeugen ist nach folgenden Kriterien zu prüfen: Interesse des eigenen Mandanten, störungsfreie Sachverhaltsermittlung, sachliche Notwendigkeit (in: ZR 113/2014, S. 182).

Entscheid der Aufsichtskommission über die Anwältinnen und Anwälte des Kantons Zürich vom 3. April 2014

Die Tätigkeit eines Rechtsanwalts als Finanzintermediär («Escrow Agent») ist dann als anwaltstypisch zu qualifizieren, wenn der Fokus auf der besonderen Vertrauensstellung des Anwalts liegt (in: ZR 113/2014, S. 184 ff.). Vgl. dazu Rauber/Nater: Anwaltstätigkeit im Sinne des BGFA, SJZ 110/2014, S. 556 ff.

Entscheid des Obergerichts des Kantons Zürich PC130026 vom 19. November 2013

Anwaltshonorar; bei unentgeltlicher Rechtsvertretung ist ein zusätzliches Honorar nur dann zulässig, wenn der betreffende Aufwand nicht den Gegenstand der unentgeltlichen Rechtsvertretung betrifft.

Entscheid der Aufsichtskommission über die Anwältinnen und Anwälte des Kantons Zürich vom 6. April 2013

Kontakte mit Zeugen und Gegenpartei; das Verbot des Direktkontaktes mit der anwaltlich vertretenen Gegenpartei gilt nicht absolut, sondern ist in Würdigung aller Umstände zu handhaben. Für die Bejahung einer Ausnahme und somit einer Zulässigkeit der direkten Kontaktaufnahme müssen triftige Gründe vorhanden sein, und es darf keine Absicht der Anwältin oder des Anwalts bestanden haben, den Direktkontakt zum Vorteil des eigenen Klienten auszunützen (in: ZR 112/2013, S. 94).

Entscheid des Obergerichts des Kantons Zürich vom 6. September 2012

Genügende Kenntnisse der Amtssprache des Eintragungskantons bilden keine Eintragungsvoraussetzung in die Liste gemäss Art. 28 BGFA Das Betreuen eines anwaltlichen Mandates trotz Fehlens der dafür erforderlichen Sprachkenntnisse kann aber eine (qualifizierte) Sorgfaltswidrigkeit bilden und gegen Art. 12 lit. a BGFA verstossen (in: ZR 111/2012, S. 221).

Beschluss der Zürcher Aufsichtskommission über die Anwältinnen und Anwälte vom 26. August 2010

Art. 24 und 27 Abs. 2 BGFA. Anforderungen an die von Anwältinnen und Anwälten aus Mitgliedstaaten der EU/EFTA geführten Fachanwaltstitel.

Art. 24 BGFA fordert, dass die dienstleistungserbringenden Anwältinnen und Anwälte ihre ursprüngliche Berufsbezeichnung in der Amtssprache ihres Herkunftsstaats verwenden, unter Angabe der Berufsorganisation, deren Zuständigkeit sie unterliegen, oder des Gerichts, bei dem sie nach den Vorschriften dieses Staats zugelassen sind. Eine Spezialisierung als Fachanwalt/Fachanwältin ist vom Inhalt her ebenfalls als Berufsbezeichnung im Sinne von Art. 24 BGFA zu qualifizieren. Damit ist auch bei einer Spezialausbildung ein Vermerk auf die Herkunftsbezeichnung anzubringen.

Admissibilité des SA d'avocats

Dispositif de la décision rendue le 5 octobre 2006 par la Commission de surveillance du canton de Zurich et considérants de la Commission de surveillance du canton de Zurich (traduction interne).

Remarques de la FSA

Admissibilité des SA d’avocats

La FSA a depuis toujours souhaité laisser aux Etudes suisses la possibilité de s’organiser dans la forme juridique qui semble la plus appropriée au cas particulier, sans être limité dans le choix de cette forme. A ce titre, la FSA poursuit deux objectifs : d’une part, poser les principes garantissant une compatibilité entre ces formes juridiques et les normes fondamentales de la LLCA ; d’autre part, coordonner au niveau national les efforts qui permettront aux avocats de donner une structure commerciale à leur Etude.

Après la décision du 29 mai 2006 par laquelle la Commission du barreau obwaldien a suivi les propositions de la FSA, la Commission de surveillance des avocats du canton de Zurich a elle aussi, par décision du 5 octobre 2006, reconnu l’inscription d’avocats actifs dans une SA d’avocats, en précisant toutefois que certaines conditions devaient être remplies. L’Office fédéral du registre du commerce (OFRC) a également admis l’inscription des SA d’avocats.

Modèles pour la fondation d’une SA d’avocats

L’ensemble des documents présentés à la Commission de surveillance du canton de Zurich, de même que tous les autres documents utiles à la fondation d’une SA d’avocats (remaniés à la lumière des considérants de la décision du 5 octobre 2006) peuvent être téléchargés dans le domaine "Membre" du site www.swisslawyers.com sous la rubrique « Communications de la Fédération/Groupes de projet/Sociétés d’avocats ».

Ces documents indiquent quels sont les actes à remettre aux autorités et comment les avocats peuvent démontrer

-que la SA d’avocats est gérée de manière permanente et effective par des avocats inscrits au registre,
- que les règles professionnelles de l’art. 12 LLCA sont bien observées,
- et que le secret professionnel de l’art. 13 LLCA est lui aussi respecté.

Un autre document également téléchargeable mentionne la position de la FSA sur les sociétés commerciales d’avocats. Il donne lui aussi de nombreuses précisions utiles à la compréhension de cette nouvelle forme d’organisation pour les avocats. Ce document a d’ailleurs été remis aux autorités de surveillance dans les deux procédures précitées.

Merci de tenir compte de ce qui suit :

Les modèles peuvent être utilisés aux conditions suivantes :

-Ils ont été conçus sur la base d’une requête concrète présentée à la Commission de surveillance du canton de Zurich, de sorte qu’ils sont en harmonie avant tout avec le droit de ce canton. Une reprise des modèles dans d’autres cantons présuppose donc une analyse précise du droit cantonal concerné.

-Nous vous rendons attentifs au fait que la décision de la Commission de surveillance du canton de Zurich a confirmé, au regard de la législation cantonale, que des tiers (à savoir des avocats qui ne sont pas inscrits au registre) peuvent intervenir au sein de la société d’avocats en qualité d'actionnaire ou d’associé. La question de l'admission de tiers dans les Etudes d’avocats est toutefois traitée différemment par d’autres cantons (interdiction explicite, absence de position ou admissibilité). Les autorités de surveillance cantonales devront donc examiner, en considération des cas particuliers, dans quelle mesure elles souhaitent se joindre à la position de Zurich.

Il est vivement conseillé aux membres ayant l’intention, soit de fonder une SA d’avocats, soit de transformer leur Etude en une SA d’avocats, de ne pas le faire sans en avoir préalablement discuté avec leur Ordre cantonal. Ils peuvent aussi, si nécessaire, prendre contact sur info@swisslawyers.com avec le Président du groupe de coordination FSA, Me Beat von Rechenberg, vice-président de la FSA.

Entscheid der Aufsichtskommission über die Rechtsanwälte im Kanton Zürich vom 6. Mai 2004

Art. 12 lit. a und d BGFA. 
Werbung muss auch gemäss den neuen Bestimmungen des BGFA objektiv bleiben, sie darf aber besondere Kenntnisse, bevorzugte Arbeitsgebiete oder Tarife aufzeigen. Sie ist zulässig, wenn sie dem Informationsbedürfnis der Öffentlichkeit entspricht.

Ein Empfehlungsschreiben, gerichtet an «BesucherInnen des Informationsabends X», das eine Offerte für Entschädigungsverfahren enthält und das die zu erwartenden Kosten für eine Beteiligung in einem Klagepool beziffert, verstösst weder gegen Art. 12 lit. d noch Art. 12 lit. a BGFA.

ZR 104/2005 Nr. 40, S. 161 ff.

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