Donnerstag, 15. Juni

09.00 - 19.00

Öffnungszeiten Tagungsbüro

Kultur- und Kongresszentrum, Trakt B (Luzerner Saal), Hauptfoyer

ab 09.45

Begrüssungskaffee

Luzerner Saal, Trakt B

Der Kaffee wird im Luzerner Saal, Trakt B, serviert

09.45 - 19.30

Messebetrieb

Kultur- und Kongresszentrum, Trakt B, Luzerner Saal

10.15 - 11.00

Fachreferate und Workshops

Kultur- und Kongresszentrum, Trakt A, Auditorium (Niveau 1), Clubräume 3–8 (Niveau 2), Crystal Lounge (Niveau 2), Business- und Medienräume 1–3 (Niveau 3), Terrassensaal Kunstmuseum (Niveau K)

Detailplan

11.00 - 11.30

Kurzer Unterbruch

Luzerner Saal, Trakt B

Der Kaffee wird im Luzerner Saal, Trakt B, serviert

11.30 - 12.15

Fachreferate und Workshops

Kultur- und Kongresszentrum, Trakt A, Auditorium (Niveau 1), Clubräume 3–8 (Niveau 2), Crystal Lounge (Niveau 2), Business- und Medienräume 1–3 (Niveau 3), Terrassensaal Kunstmuseum (Niveau K)

Detailplan

12.15 - 13.30

Mittagspause

Luzerner Saal

Im Luzerner Saal erwarten Sie diverse Verpflegungsstände mit
kulinarischen Leckerbissen

13.30 - 14.15

Digitalisierung aller Dienstleistungen (D)

Kultur- und Kongresszentrum, Trakt A, Auditorium (Niveau 1)

Gunter Dueck

Alles wird digitalisiert / automatisiert, was man digitalisieren / automatisieren kann, und es trifft auch die Anwälte, weil es eben unentrinnbar alle trifft: die Autofirmen, Ärzte, Lehrer, Bankberater, Personalberater und Unternehmensberater. Wenn das Einfache digitalisiert wird, bleibt dem gut bezahlten Experten nur noch das Komplexe und Stressige – mit allen persönlichen und ökonomischen Konsequenzen. Die Arbeit erfordert höhere Fähigkeiten, Fehler bei komplexen Fällen reissen fast in den Abgrund – da duldet die Realität niemanden, der öfter etwas falsch macht. Die Legaltechs punkten mit sehr preiswerter Erbringung von Routineleistungen und rechnen per Fallpauschale ab – mit Hilfe gewonnener Kundendaten liefern Computer manchmal bessere Ergebnisse als Experten. Die Geschäftsmodelle und die persönlichen Kernkompetenzen verändern sich überall. Ein Blick über den Zaun in andere Branchen überzeugt oft mehr als ein Zweifeln in eigenen «Filterblasen».

13.30 - 16.00

Fachreferate und Workshops

Kultur- und Kongresszentrum, Trakt A, Auditorium (Niveau 1), Clubräume 3–8 (Niveau 2), Crystal Lounge (Niveau 2), Business- und Medienräume 1–3 (Niveau 3), Terrassensaal Kunstmuseum (Niveau K)

Detailplan

14.15  - 14.45

Juristen von morgen: Projektmanager, Legal Engineers, Berater (D)

Kultur- und Kongresszentrum, Trakt A, Auditorium (Niveau 1)

Markus Hartung

Was bedeutet es, wenn Kanzleien mit «Legal Tech» arbeiten? Ist dafür eine ganz neue Juristengeneration nötig? Müssen sich die Ausbildung und Studieninhalte grundlegend ändern? Müssen Anwälte künftig programmieren können, um ihren Beruf erfolgreich ausüben zu können? Rechtsanwalt Markus Hartung beleuchtet den schillernden Begriff von «Legal Tech» und analysiert die Folgen für das Geschäftsmodell von Kanzleien und allgemein für die juristische und insbesondere anwaltliche Profession.

14.45 - 15.15

Digitale Rechtsabteilung – und der Anwalt? (D)

Kultur- und Kongresszentrum, Trakt A, Auditorium (Niveau 1)

Benno Quade

Die Digitalisierung wirkt in den meisten Branchen als eine Art Keil, der von digitalen Geschäftsmodellen zwischen Kunden und Unternehmen geschoben wird. Kein Raum für einen solchen Keil bleibt, wenn Anwälte / Rechtsabteilungen die Digitalisierung selbst verwirklichen und ihre «Geschäftsmodelle» digitalisieren. Dies erscheint kompliziert und aufwendig, muss es aber nicht sein. Ziel des Workshops ist es, aufzuzeigen, wie Juristen als «Civil Developer» auf Basis einer Applikationsplattform ihre eigenen Apps entwickeln und ihren Kunden (internen Abteilungen /  Mandanten) anbieten können. Die Erkenntnis, dass dies einfacher ist als vielleicht erwartet, ist ein wesentliches Ziel des Workshops. Noch wesentlicher aber ist es, diese neuen Möglichkeiten in Geschäftsmodelle für Anwälte und Rechtsabteilungen umzusetzen, um aus der Digitalisierung mehr zu machen als bloss ein Trendwort. 

15.15 - 15.45

Künstliche Intelligenz: Freund oder Feind? (F)

Kultur- und Kongresszentrum, Trakt A, Auditorium (Niveau 1)

Patrick Henry

Wie zahlreiche andere Sektoren des Privat- oder Berufslebens ist der Bereich des Rechts heute durch die Verfügbarkeit einer ungeheuren Datenmenge (big data) gekennzeichnet. Diese lässt sich mit den uns zur Verfügung stehenden traditionellen Instrumenten nicht mehr bearbeiten. Software im Bereich der Künstlichen Intelligenz hingegen ermöglicht es, mit Hilfe dieser Daten immer effizientere Dienstleistungen anzubieten. Bedeutet dies eine Bedrohung für die Anwälte? Oder eröffnet sich ihnen ganz im Gegenteil die Möglichkeit, dem rechtsuchenden Normalbürger erneut einen echten Zugang zu Recht und Gerechtigkeit zu bieten? Sollten wir uns zusammenschliessen, um diese neuen Werkzeuge gemeinsam zu nutzen?

15.45 - 16.15

Panel: Digitale Rechtsdienstleistung: Schaden oder Nutzen für die Anwaltschaft? (D/F)

Kultur- und Kongresszentrum, Trakt A, Auditorium (Niveau 1)

Benno Quade, Markus Hartung, Patrick Henry, Gian Sandro Genna, Christoph Küng, Walter Fellmann

Moderation: Prof. Dr. Walter Fellmann

Von der Fiktion zur Realität. Die digitale Revolution erfasst den Rechtsberatungsmarkt. Wie sehr werden die künstliche Intelligenz und deren Weiterentwicklung die Arbeitsabläufe in den Kanzleien verändern? Werden neue Marktteilnehmer das Angebot anwaltlicher Leistungen beeinflussen? Ersetzt künstliche Intelligenz die Arbeit von Anwälten? Diesen und weiteren Fragestellungen wird sich das kompetente Podium, unter der Leitung des anerkannten Fachexperten und Mitherausgeber des Kommentars zum Anwaltsgesetz, Prof. Dr. Walter Fellmann, annehmen. 

16.00 - 16.45

Pause

Luzerner Saal, Trakt B

Der Kaffee wird im Luzerner Saal, Trakt B, serviert

16.45 - 17.15

Begrüssung durch den SAV-Präsidenten, Dr. Sergio Giacomini; anschliessend Verleihung Medienpreis SAV

Kultur- und Kongresszentrum, Trakt A, Auditorium (Niveau 1)

17.15 - 18.45

Schulterschluss der Akteure der Gerichtsbarkeit – Anwendung im Rechtsalltag: Referate (D/F)

Kultur- und Kongresszentrum, Trakt A, Auditorium (Niveau 1)

Gilbert Kolly, Jean-Marc Reymond, Niklaus Ruckstuhl, Patrick Sutter

Einleitung Dr. Sergio Giacomini

Die dritte Gewalt im Staat, die Gerichtsbarkeit, respektive deren Unabhängigkeit geraten regelmässig unter Druck, nicht nur im Ausland, sondern auch in der Schweiz. Der SAV ist überzeugt, dass es einen Schulterschluss der Akteure der Gerichtsbarkeit braucht, um die Unabhängigkeit der dritten Gewalt vor allem gegen Angriffe der beiden übrigen Gewalten im Staat – der Legislative und der Exekutive  – verteidigen und bewahren zu können. Druck auf die Justiz wird aber auch über die Medien und die sozialen Netzwerke ausgeübt. Die Unabhängigkeit der Gerichtsbarkeit ist kein Selbstzweck, sondern sie dient dem Rechtsfrieden und damit letztlich der Befriedung unserer Gesellschaft.

Anlässlich der Delegiertenversammlung 2016 in Brunnen wurde versucht, die herausragende Relevanz der dritten Gewalt, mithin auch des «Schulterschluss-Gedankens», für das Funktionieren der Gesellschaft rechtsphilosophisch zu verorten: Die Akteure der Gerichtsbarkeit wenden Recht an und setzen es durch. Das Recht regelt das Zusammenleben der sich zu einer Gesellschaft vereinigenden Individuen. Die Akteure der Gerichtsbarkeit agieren somit an der Basis des Funktionierens der Gesellschaft. Das Recht ist überdies eine notwendige Bedingung zur Erfüllung von moralischen Gesetzen. Wollen wir moralisch handeln und gäbe es kein Recht, könnten wir allenfalls dauernd daran gehindert werden, unsere Handlungen auszuführen. In einer rechtlosen Gesellschaft von Halunken kann – so Immanuel Kant – keiner moralisch leben. Der Schulterschluss ist gegen Druckversuche von aussen gerichtet. Innerhalb der dritten Gewalt bewahren die Akteure der Gerichtsbarkeit selbstverständlich trotz des Schulterschlusses ihre völlige Unabhängigkeit in der ihnen zugedachten Funktionen. Am Anwaltskongress 2017 soll nun dieser theoretischen Grundlegung ein praktischer Teil folgen: Was heisst «Schulterschluss der Akteure der Gerichtsbarkeit» in der Praxis? Gibt es Normen, deren ratio legis der SchulterschlussGedanke ist? Wie kann der Schulterschluss im täglichen Prozessalltag gelebt werden? Die Referenten werden Beispiele eines gelebten Schulterschlusses in den Domänen des Zivilprozess-, des Strafprozess- und des Verwaltungsverfahrensrechts aufzuzeigen.

18.45 - ca. 19.30

Eröffnungsapéro

Luzerner Saal des KKL, Trakt B

Im Preis der Weiterbildungskarte inbegriffen

19.30 - ca. 21.00

Konzert Luzerner Sinfonieorchester: Beethoven-Projekt 2

Kultur- und Kongresszentrum, Trakt C, Konzertsaal

CHF 80.– (Kat. 2) (Preis pro Person)


Luzerner Sinfonieorchester unter der Leitung von James Gaffigan, am Klavier Oliver Schnyder.

Bitte reservieren Sie sich Ihre Plätze zusammen mit der Anmeldung zum Kongress. Die Platzzahl ist beschränkt.

ab 21.15

«After» im Hotel Des Balances in der SAV-Lounge

SAV-Lounge

(im Preis der Weiterbildungskarte inbegriffen)

 

Im Anschluss an das Sinfoniekonzert treffen sich Unermüdliche
in der SAV-Lounge. In stilvoller und nobler Ambience
können Sie sich zu live Background-Jazz gemütlich unterhalten.
Teilnehmende des Kongresses können diese Veranstaltung
kostenlos und ohne Voranmeldung besuchen.

Programm als PDF herunterladen
nach oben